Gürtelrose: Symptome erkennen, richtig handeln
Shownotes
Gürtelrose: Warum das Virus plötzlich wieder aktiv wird
Eine Gürtelrose entsteht durch das Varizella-Zoster-Virus, das bereits die Windpocken verursacht hat. Nach der ersten Infektion bleibt der Erreger lebenslang in den Nervenzellen. Wird das Immunsystem schwächer, kann das Virus erneut aktiv werden und entlang der Nerven zur Haut wandern. Moderator Ulli Harraß spricht mit Dr. Frank Schäfer darüber, warum vor allem ältere Menschen häufiger betroffen sind.
Typische Symptome einer Gürtelrose früh erkennen
Zu den ersten Anzeichen gehören brennende oder stechende Schmerzen, eine starke Berührungsempfindlichkeit sowie gerötete Haut mit bläschenförmigem Ausschlag. Die Hautveränderungen verlaufen meist gürtelförmig entlang eines Nervs. Häufig kommen Müdigkeit, Krankheitsgefühl oder Fieber hinzu. Die Bläschen enthalten Viren und können Menschen anstecken, die noch keine Windpocken hatten.
Komplikationen: Warum schnelles Handeln wichtig ist
Besonders im höheren Alter steigt das Risiko für die sogenannte Post-Zoster-Neuralgie. Dabei bleiben starke Nervenschmerzen noch Wochen oder Monate nach dem Abheilen der Haut bestehen. Befällt die Gürtelrose Gesicht oder Kopf, können Augen oder Ohren betroffen sein. Bei stark immungeschwächten Menschen sind sogar schwere Komplikationen wie eine Hirnhautentzündung möglich.
Behandlung der Gürtelrose: Frühzeitige Therapie verbessert die Heilung
Dr. Frank Schäfer erklärt, warum Betroffene möglichst innerhalb von 48 bis 70 Stunden nach Beginn der Beschwerden einen Arzt aufsuchen sollten. Virenhemmende Medikamente können den Krankheitsverlauf abschwächen, ergänzt durch schmerzlindernde Behandlungen. Je früher die Therapie beginnt, desto besser sind die Erfolgsaussichten.
Gürtelrose-Impfung: Für wen sie empfohlen wird
Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Gürtelrose-Impfung allen Menschen ab 60 Jahren. Wer aufgrund einer chronischen Erkrankung oder einer Immunschwäche ein erhöhtes Risiko hat, sollte sich bereits ab 50 Jahren beraten lassen. Nach einer überstandenen Gürtelrose kann die Impfung nach ärztlicher Rücksprache helfen, das Risiko eines erneuten Ausbruchs zu senken.
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