Vitamin-D-Mangel erkennen und behandeln
Shownotes
Wie der Körper Vitamin D bildet
Vitamin D nimmt unter den Vitaminen eine Sonderstellung ein: Der Körper kann es selbst bilden. Trifft ausreichend UV-B-Strahlung auf die Haut, entsteht dort Vitamin D. „Im Sommer funktioniert das meist gut, weil wir häufiger draußen und leichter bekleidet sind“, erklärt Apotheker und aponet.de-Chefredakteur Rüdiger Freund im Gespräch mit Moderator Ulli Harraß.
Der Körper kann Vitamin D speichern. Ein im Sommer aufgebauter Vorrat hilft deshalb, sonnenärmere Wochen zu überbrücken. Im Herbst und Winter sinkt die körpereigene Bildung deutlich.
Vitamin-D-Mangel: Diese Symptome sind möglich
Müdigkeit, Muskelschwäche sowie Knochen- und Gelenkschmerzen können auf einen länger bestehenden Vitamin-D-Mangel hinweisen. Allerdings sind diese Beschwerden unspezifisch und können viele andere Ursachen haben.
Vitamin D unterstützt die Aufnahme von Calcium und damit den Knochenstoffwechsel. Ein ausgeprägter, langfristiger Mangel kann die Knochen schwächen.
Vitamin D und Immunsystem
Auch das Immunsystem benötigt Vitamin D. Ein ausreichender Vitamin-D-Status gehört zu einer normalen Immunfunktion. Vitamin-D-Präparate sind jedoch kein Mittel, um Erkältungen zu behandeln. Freund rät dazu, Präparate gezielt einzusetzen, wenn tatsächlich ein Mangel besteht oder ein erhöhtes Risiko dafür vorliegt.
Welche Lebensmittel liefern Vitamin D?
Fetter Seefisch, Leber, Pilze und Eier enthalten Vitamin D. Über die Ernährung allein lässt sich der Bedarf jedoch meist nicht vollständig decken. Die körpereigene Bildung durch Sonnenlicht spielt deshalb eine zentrale Rolle.
Vitamin-D-Präparate richtig dosieren
Präparate gibt es zur täglichen oder wöchentlichen Einnahme. Mehr hilft dabei nicht mehr: Eine zu hohe Vitamin-D-Zufuhr kann gesundheitliche Folgen haben. Die Dosierung sollte sich daher am individuellen Bedarf und an den Empfehlungen von Arzt oder Apotheker orientieren.
Vitamin-D-Mangel mit Bluttest feststellen
Ob tatsächlich ein Mangel besteht, lässt sich über einen Bluttest beim Arzt klären. Rüdiger Freund empfiehlt, bei konkretem Verdacht den Hausarzt darauf anzusprechen. Ohne medizinischen Anlass müssen gesetzlich Versicherte die Untersuchung in der Regel selbst bezahlen.
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