Nasenspray: Wie lange darf man es nehmen?
Shownotes
Eine verstopfte Nase ist lästig, besonders nachts. Nasensprays verschaffen oft schnell Erleichterung. Doch welches Spray hilft bei Schnupfen, Allergien oder trockener Nase? Und wann wird die Anwendung zum Problem? Darüber spricht Podcast-Moderator Ulli Harraß mit Rüdiger Freund, Apotheker und Chefredakteur von aponet.de.
Welche Nasensprays helfen bei Schnupfen und Allergien?
Abschwellende Nasensprays mit Wirkstoffen wie Xylometazolin oder Oxymetazolin lassen die Nasenschleimhaut abschwellen. Sie erleichtern das Atmen bei einer Erkältung und können den Abfluss von Sekret aus den Nasennebenhöhlen verbessern. Antiallergische Nasensprays lindern Beschwerden bei Heuschnupfen. Salzsprays befeuchten dagegen trockene Nasenschleimhäute und lösen Schleim.
Wie lange darf man abschwellendes Nasenspray nehmen?
Rüdiger Freund rät, abschwellende Nasensprays nur wenige Tage und höchstens eine Woche anzuwenden. Bei längerem Gebrauch kann ein Gewöhnungseffekt entstehen: Sobald die Wirkung nachlässt, schwillt die Nasenschleimhaut erneut an. Betroffene greifen immer häufiger zum Spray. Salzsprays lassen sich meist länger verwenden. Bei antiallergischen Sprays hängt die Anwendungsdauer vom Wirkstoff ab.
Welches Nasenspray eignet sich für Kinder?
Für Säuglinge und Kinder gelten besondere Dosierungen und Altersgrenzen. Freund empfiehlt zunächst Kochsalzlösungen und bei Babys gegebenenfalls einen geeigneten Nasensauger. Abschwellende Präparate sollten Eltern nur altersgerecht und möglichst kurz anwenden. Besonders bei kleinen Kindern ist eine Beratung in der Apotheke sinnvoll.
Was hilft gegen eine verstopfte Nase ohne Nasenspray?
Salzsprays halten die Nasenschleimhaut feucht und können festsitzenden Schleim lösen. Auch Inhalationen können als angenehm empfunden werden. Bei heißem Dampf besteht allerdings Verbrühungsgefahr. Ätherische Öle können die Atemwege reizen und sind für kleine Kinder teilweise ungeeignet.
Wie gelingt die Entwöhnung vom Nasenspray?
Wer ohne abschwellendes Nasenspray kaum noch durch die Nase atmen kann, sollte gegensteuern. Freund erklärt im Podcast, wie eine schrittweise Entwöhnung gelingen kann, etwa indem zunächst nur ein Nasenloch behandelt wird. Auch eine geringere Dosierung kann helfen. Arzt und Apotheke unterstützen beim Absetzen.
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