Geschwollene Lymphknoten: Was steckt dahinter?

Shownotes

Geschwollene Lymphknoten am Hals oder in der Leiste können beunruhigen. Häufig steckt eine harmlose Infektion dahinter. Doch wann sollte man die Schwellung untersuchen lassen? Darüber spricht Moderator Ulli Harraß mit Rüdiger Freund, Apotheker und Chefredakteur von aponet.de.

Wo sitzen Lymphknoten und welche Aufgabe haben sie?

Im menschlichen Körper gibt es etwa 600 bis 700 Lymphknoten. Besonders viele sitzen am Hals, in den Achselhöhlen, in der Leiste und in den Kniekehlen. Normalerweise sind sie nur wenige Millimeter groß.

Lymphknoten gehören zum Immunsystem. Sie filtern die Lymphflüssigkeit, erkennen Krankheitserreger und helfen dem Körper, Infektionen abzuwehren. Bei einer Erkältung können deshalb beispielsweise die Lymphknoten am Hals anschwellen.

Geschwollene Lymphknoten: Welche Ursachen gibt es?

Häufig reagieren Lymphknoten auf Infektionen in ihrer Umgebung. Neben Erkältungen können auch Zahnfleischentzündungen oder entzündete Insektenstiche eine Schwellung auslösen. Die Knoten sind dann manchmal druckempfindlich oder schmerzen leicht.

Wann sollte man mit geschwollenen Lymphknoten zum Arzt?

Leicht geschwollene Lymphknoten bilden sich oft von selbst zurück. Halten die Beschwerden länger als drei bis vier Wochen an, werden die Knoten deutlich größer oder treten weitere Symptome auf, sollte ein Arzt die Ursache abklären. Bei hohem Fieber, starken Beschwerden oder rasch zunehmender Schwellung ist eine frühere Untersuchung ratsam.

Was hilft gegen geschwollene Lymphknoten?

Rüdiger Freund empfiehlt, sich bei einer Infektion körperlich zu schonen und auf Alkohol sowie anstrengenden Sport zu verzichten. Schmerzmittel können Beschwerden kurzfristig lindern, beseitigen aber nicht deren Ursache. Auch die Apotheke kann bei leichten Beschwerden beraten.

Im Podcast erklären Ulli Harraß und Rüdiger Freund, warum Lymphknoten anschwellen, welche Warnzeichen wichtig sind und was Betroffene selbst tun können.

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